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Lebensmittelunverträglichkeit

Wenn das Essen zur Qual wird

Lebensmittelallergien und –unverträglichkeiten

 

Blähungen, Völlegefühl, Kreislaufbeschwerden, gerötete Haut, Juckreiz – die Symptome von Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten sind genau so vielfältig wie ihre Auslöser. Bei Allergien ist die Ursachenforschung noch relativ einfach. Schon 10 Minuten nach Einnahme der unverträglichen Lebensmittel reagiert der Körper. „Sehr viel schwieriger wird es, einer Unverträglichkeit auf die Spur zu kommen. Denn die Symptome treten oft erst Tage nach der Einnahme des Essens auf. Einen Zusammenhang stellt da keiner mehr her“, erklärt die Regensburger Hautärztin Dr. Sibylle Haueisen.

 

Zum Beispiel längerfristige Einnahme von Antibiotika, Infektionen oder Fehlernährung können Intoleranzreaktionen hervorrufen. Die wohl bekannteste Substanz, die eine Lebensmittelunverträglichkeit auslösen kann, ist Laktose. Experten schätzen zum Beispiel, dass etwa 15 Prozent der Bundesbürger an Laktose-Intoleranz, also an Unverträglichkeit von Milchzucker leiden. Diesen Menschen fehlt das Enzym Laktase, das den Milchzucker in seine zwei Bestandteile Glucose und Galaktose zerlegen kann. Blähungen, Völlegefühl, Leibschmerzen, Koliken, Übelkeit und sogar Erbrechen können die Folge sein. In Afrika und Asien haben 90% der Erwachsenen eine Laktoseintoleranz. Der Konsum von Milch ist dort traditionsgemäß den Säuglingen vorbehalten.

 

 

Probleme mit dem Essen können sich arg auf das tägliche Leben auswirken. Magen-Darm-Symptome, Neurodermitis, Migräne, chronische Müdigkeit, rheumatische Erkrankungen, Übergewicht und ADS sind bekannte Symptome. All diese Krankheiten können durch Nahrungsmittel ausgelöst werden. „Womöglich stellt der Patient über viele Jahre keinen Zusammenhang zwischen seiner Ernährung und diesen Krankheiten her und bleibt somit für immer krank“, so Haueisen.

 

Was tun?

Durch  gezielte Stulhluntersuchungen kann man "unverdaulichen" Stoffen auf die Spur kommen. Nach eindeutiger Diagnosestellung hilft eine individuell angepasste Diät, die entzündete Darminnenwand wieder zu sanieren. Gleichzeitig wird das angeschlagene Immunsystem wieder aufgebaut; denn im Darm sitzen 70 % unserer Immunabwehr. Ist also der Darm beschädigt, liegt auch unserer Körperabwehr danieder und wir sind anfällig für Infektionen.

Und dann heißt es: auf nicht verträgliche Lebensmittel verzichten!

 

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