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Kindersicherheit im Auto

Den richtigen Kinderautositz finden

Damit die Kleinen sicher ans Ziel kommen

 

Ein Unfall auf der Landstraße, zwei Kraftfahrzeuge prallen mit 65 Kmh frontal ineinander, doch die Fahrzeughalter und auch das siebenjährige Kind auf dem Rücksitz bleiben Gott sei Dank unverletzt. Dem richtigen Kindersitz sei Dank.

Seit dem 1. April 1993 dürfen Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, in Pkws mit vorgeschriebenen Sicherheitsgurten nur dann mitgenommen werden, wenn sie in einem für sie geeigneten Kindersitz sitzen. Ist der Kindersitz dann auf das entsprechende Gewicht des Kindes abgestimmt und ordnungsgerecht montiert, bietet er die notwendige Sicherheit im Straßenverkehr. Doch welcher ist der Richtige? Die Auswahl an Autositzen ist verwirrend groß und kaum einer kommt ohne Prüfsiegel daher. Für die Eltern ist es deshalb oft schwierig, den passenden Sitz zu finden, damit etwaige Unfälle genauso glimpflich ablaufen, wie in oben beschriebenem Beispiel.

Aus diesem Grund ist der ADAC immer darauf bedacht, mit permanent verbesserten Tests dieser Kinderautositze die Eltern so gut wie möglich zu informieren. Ende 2007 fand der bisher größte europäische Kindersitztest statt, bei dem sich fünf Test-Dummies unterschiedlicher Größe rund 270 Mal gegen die Wand fahren lassen mussten, und dabei unterschiedlichen Belastungen wie Frontalaufprall oder Seitenaufprall ausgesetzt wurden. 30 Kindersicherungs-Systeme, von der Babyschale bis hin zu Kindersitzen für 12-Jährige, wurden in diesem Test auf Sicherheit, Bedienung, Komfort und Reinigung / Verarbeitung untersucht

Das erfreuliche Ergebnis dieser Tests war, dass es mittlerweile für alle Größen und Altersstufen als „gut“ bewertete Kindersitze gibt, wobei teuer nicht unbedingt gleich gut heißen mag. Auch der Ansatz, dass ein Kind vom Babyalter an mit einem verwandelbaren Sitz auskommen kann, funktioniert eher schlecht als recht.

 

Hat man sich einmal für den Kauf eines Sitzes entschieden, sollte man unbedingt die Handhabung gleich vor Ort überprüfen: also den Kindersitz im Laden für einen Moment ausleihen, und ihn dann zur Probe ins eigene Auto einbauen. Wichtig ist, dass der Sitz nach dem Einbau fest steht, nicht verwackelt werden kann und dass alle den Einbau beherrschen. Denn gerade hier werden oft viele Fehler gemacht, durch die eine spätere Verletzung leicht hätte vermieden werden können. Ein wackelnder Sitz oder falsch verlaufende Gurte können den Unfallschutz eines Kinderautositzes mindern oder im schlimmsten Fall sogar ganz aufheben. Also lieber alles doppelt und dreifach überprüfen.

Der sicherste Einbau ist übrigens hinter dem Beifahrersitz, denn dabei hat man durch den Rückspiegel das Kind gut im Blick und muss selbst nicht befürchten, vom Fahren abgelenkt zu werden. Wenn sich dann auch noch der Nachwuchs beim Probesitzen wohl fühlt, dann ist der richtige Sitz gefunden.

Weitere Informationen unter Symbol: Externer Linkwww.adac.de

 

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