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Internet

Internet-Chat

Aufklärung für Jugendliche

 

„Hallo!“ „Hallo!“ „Wie heißt du denn?“ „Sarah, und du?“ „Bernd. Schick mir doch mal ein Bild von dir Sarah!“ Ein harmloser Chat in einem Internetforum für Jugendliche. Doch bleibt er harmlos? Eltern fürchten sich vor diesen Chatforen, in denen sich ihre Kinder „unterhalten“ können. Hört man doch meistens von Negativfällen, bei denen Pädophile Kinder im Chatforum ansprechen und zu einem Treffen locken. Vorsicht ist vor allem geboten, wenn ein Unbekannter ein Kind beziehungsweise einen Jugendlichen nach einem Foto fragt. Denn es gibt keine Kontrolle, wo oder auf welchen Internetseiten dieses Foto landen könnte.

 

Trotz permanenter Warnungen in den Medien sind Teenager in Sachen Internetchat gegenüber ihren Eltern eher verschlossen. Sie möchten sich ungern kontrollieren lassen. Außerdem können Chatseiten ein willkommenes Forum sein, um Kummer und Probleme auszutauschen. „Jugendliche empfinden Tipps von ihren Eltern als Überwachung und nicht als hilfreiche Ratschläge“, erklärt der Diplom-Pädagoge Johann Hartl. Zusammen mit pro familia hat er deshalb einen Workshop entwickelt, in dem er mit Jugendlichen zusammenarbeitet – ohne Eltern. Dort werden die wichtigsten Chatfallen erklärt: Chatter sollten beispielsweise auf den Umgangston achten, ob es einen Moderator gibt und man Störenfriede ignorieren und im Notfall virtuelle Hilfe holen kann. Ganz wichtig ist auch gesundes Misstrauen. „Nicht zuviel Persönliches gleich am Anfang erzählen“, empfiehlt Hartl. Deswegen darf auch der Nickname nicht sofort auf zu viele Details schließen lassen.

 

Das eigentliche Problem sei die Kluft zwischen Wissen und Handeln. Denn natürlich kennen die Kids die lauernden Gefahren, aber wirklich Nein sagen fällt ihnen in einer schwierigen Situation nicht immer leicht. „Sie werden dann gedrängt, die Daten rauszugeben.“ Deswegen ist es wichtig, den Jugendlichen genügend Selbstvertrauen zu vermitteln, um standhaft zu bleiben. Und an diesem Punkt sind nun doch die Eltern gefragt, denn sie müssen das Selbstvertrauen aufbauen. Dafür gibt es bei pro familia einen Themenabend  mit dem Titel „Ein Web für Kinder“ (23. April und 6. Mai). Informationen dazu und zum neuen Schwerpunkt „Internet, Handy & Co.“ gibt es bei pro familia, Telefon: 0941-704455, Symbol: Externer Linkwww.profamilia.de/regensburg. Dort können Sie auch die Termine für den Workshop für Jugendliche „Sex’n Surf, der Spickzettel“ erfragen.

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