
- Dr. Ulrike Striepling mit ihrer kleinen Kundin Julia (15 Monate).
Was in Ihrem Medizinschrank nicht fehlen darf
„Auf bestimmte Sachen konzentriert“ und „überschaubar“ sollte die Hausapotheke laut Dr. Ulrike Striepling sein. Die Inhaberin der Westendapotheke empfiehlt, Naturheilkunde und Chemie sinnvoll zu verbinden. Sie empfiehlt Globuli oder Schüsslersalze bei Fieber der „Chemischen Keule“ vorzuziehen. Aber wenn der Sprössling längere Zeit mit 40 Grad im Bett liegt, sollten Eltern dann doch zum Zäpfchen greifen.
mampa hat zusammen mit der Apothekerin eine Familien-Hausapotheke zusammengestellt:
In jede Hausapotheke gehören: Wundsalbe, Pflaster & Co. Schere, Desinfektionsmittel. Für Kinder ist es in diesem Fall wichtig, Desinfektionsmittel ohne Alkohol zu besorgen, denn „dann brennt’s nicht“, weiß Ulrike Striepling. Auch Jod sollte nicht drin sein, denn einige Kinder reagieren allergisch darauf.
„Arnika hilft bei kleinen Wehwehchen“, erklärt die Fachfrau; ob als Salbe oder als Globuli, ist egal. Allerdings hat Ulrike Striepling bei ihrer Tochter die Erfahrung gemacht, dass sie sich ungern eincremen lässt. Da sind Globuli schon leckerer!
Gerade für kleine Kinder sind Kohle-Tabletten wichtig. Auch Dimeticostropfen dürfen nicht fehlen, falls die Kleinen Seife schlucken. „Sie werden es zwar nie brauchen aber es ist sehr wichtig. Denn wenn Sie’s brauchen, dann ist es brenzlig.“
Im Sommer darf eine Dercutsalbe oder Fenistilgel gegen die Mückenstiche nicht fehlen. Doch es gibt auch Globuli, die den Juckreiz bekämpfen. Und am besten hilft wahrscheinlich eh die gute, alte Zwiebel. Sie bekämpft übrigens auch Ohrenentzündungen und ist, als Saft, ein prima Helfer bei Husten.
„Es hilft bei allem, was schnell und plötzlich kommt“, berichtet Striepling über Aconitum. Das homöopathische Mittel gehört ihrer Meinung nach in jeden Medizinschrank.
Bei Fieber sollten Eltern auf Belladonna-Gobuli oder Kaliumphosphat zurückgreifen. Falls die Therapie nicht anschlägt, sind meist Paracetamol oder Ibuprofen das Richtige. Aber Achtung: Finger weg von Acetylsäure, beispielsweise in Aspirin enthalten! Kinder unter 16 Jahren können davon an schlimmen Nebenwirkungen erkranken.
„Eine Hausapotheke sollte jeder haben.“ Dabei zählt nicht die Menge an Dingen, sondern, dass verschiedene Medikamente zuverlässig immer parat sind. Mittel gegen eine Erkältung hat Ulrike Striepling übrigens bewusst weggelassen. Denn jede Erkältung tritt anders in Erscheinung und wenn es einen mal erwischt hat, muss jeder sein Immunsystem ganz individuell wieder aufbauen.




