„Halte dich gerade“
Tipps für den gesunden Kinderrücken
Ist ihr Kind ein „Bewegungsmuffel“? Sitzt es täglich länger als eine Stunde vor dem Fernseher? Bewegt es sich höchstens eine Stunde am Tag? Kommt es schon beim Treppensteigen aus der Puste? Wenn sie als Eltern auch nur eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten können, ist Vorsicht geboten, denn dies kann zu folgenschweren Beeinträchtigungen führen: Schwächung und Verkrümmung der Muskulatur, Stoffwechselstörungen, Schwächung des Bindegewebes oder auch Herz-Kreislauf– Funktionsschwächen und –erkrankungen.
Dr. Christoph Pilhofer, Orthopäde aus Regensburg, meint dazu: „Der Tagesablauf vieler Kinder ist heute oft gekennzeichnet durch wachsende Bewegungsarmut. Der Schulweg wird meist mit Bus oder Auto zurückgelegt, auch in der Schule sitzt man die meiste Zeit, und die Freizeit wird dann vor Computer, Playstation oder dem Fernseher verbracht. Dies kann schon in ganz jungem Alter zu enormen Haltungsschäden und Rückenscherzen führen.“
Doch was kann man als Eltern dagegen tun? Wichtig ist hier vor allem, selbst Vorbild zu sein. Gestalten sie ihre Freizeit zusammen mit ihren Kindern aktiv, damit diese lernen, dass Bewegung einfach dazu gehört. Kinder lernen von ihren Eltern! Auch eine ausgewogene und kalziumhaltige Ernährung kann ausschlaggebend sein.
Wichtig ist auch der richtige Schulranzen. Gerade der stellt heutzutage oft ein großes Problem dar. Ein zu schwerer Schulranzen schädigt die noch wachsende Wirbelsäule, führt zu schlechter Körperhaltung und kann sogar die Atmung beeinträchtigen. Und das wiederum kann zu Konzentrationsschwächen und Leistungsabfall im Unterricht führen. „Achten sie darauf, dass nur wirklich das im Ranzen ist, was ihr Kind auch benötigt“, so Pilhofer. Also keine unnötig schweren Getränkeflaschen, Spielsachen oder ähnliches. „Außerdem muss der Ranzen mit beiden Schultergurten auf dem Rücken getragen werden und sollte nicht lässig von einer Schulter herunterhängen.“, so der auf Kinderorthopädie spezialisierte Arzt.
Gerade im Grundschulalter sind die Knochen noch weich und (ver-) formbar und daher besonders anfällig. Der richtige Ranzen ist somit das A und O, um etwaige Schäden bereits von Anfang an zu vermeiden.





