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Honigsüßes Hindurchfließen
Anna im Kreis ihrer Familie, die sie immer toll unterstützt hat: Mama Moni, Papa Uli und Schwester Lisa

13jährige Anna schreibt über ihr Leben mit Diabetes

 

„Honigsüßes Hindurchfließen“!  Das ist zum einen die deutsche Übersetzung für die lateinischen Worte „Diabetes mellitus“ und zum anderen der Titel des Buches der 13-jährigen Autorin Anna Liepelt, die darin ihre eigenen Erfahrungen mit der Krankheit Diabetes Typ 1 verarbeitet.

Das Buch erzählt in farbenfrohen Bildern und kurzen Texten die Geschichte des Mädchens Flora, die eines Tages an Diabetes erkrankt. Ständiger Begleiter Floras durch sämtliche Tiefen ist ihr Schutzengel „Balsamica“, der sie schließlich rettet und ihr hilft, mit der neuen Situation zu Recht zu kommen.

 

Im März 2006, im Alter von elf Jahren, wurde bei Anna Liepelt Diabetes festgestellt. Wochenlang hatte sich die Schülerin schlapp und müde gefühlt, sie litt unter rasantem Gewichtsverlust und übermäßigem Durst. Die Diagnose war für die gesamte Familie zunächst ein großer Schock. Zwei Wochen und zwei Tage musste Anna im Krankenhaus bleiben. Dort wurden sie und ihre Familie so gut es ging auf ihr neues Leben mit der Krankheit vorbereitet. Vieles würde ab jetzt anders sein: Essen, Schule, Sport, Freizeit, alles muss genau durchdacht sein, denn bis zu sechs Mal am Tag muss Anna jetzt Insulin spritzen – und das ein Leben lang.

 

Ihre eigenen Gefühle und Empfindungen, von den ersten Anzeichen der Krankheit bis hin zum Akzeptieren und Leben mit Diabetes mellitus Typ 1 hat Anna in Bildern festgehalten. So konnte sie, wie sie selber sagt, die Krankheit viel besser verarbeiten und lernen, damit umzugehen.

Zusammen mit ihrer Mutter Moni hat Anna deshalb das Buch „Honigsüßes Hindurchfließen oder wie Flora Diabetes bekam“ verfasst. „Als ich krank wurde, habe ich kein Buch gefunden, das mir die Krankheit erklären konnte. Deshalb habe ich das Buch geschrieben. Damit andere Kinder mit Flora die Diabetes verstehen lernen können.

 

Anna und ihre Familie haben das Leben mit der Krankheit mittlerweile sehr gut im Griff. „Wir sind dadurch als Familie noch mehr zusammen gewachsen“, so Annas Vater Uli Gautering. „Und mit dem Buch wollen wir allen betroffenen Kinder und Eltern Mut machen und ihnen helfen, den Ausbruch der Krankheit besser zu verstehen“, fügt Anna noch hinzu.

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