Das Robert-Koch-Institut warnt eindringlich vor einer erheblichen Gefahr, die durch Zecken ausgeht. Wer im Risikogebiet lebt oder in ein Risikogebiet reist, sollte sich impfen lassen. Unbedingt! Mittlerweile ist die Zahl der Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in Deutschland von 96 auf 129 gestiegen. Diese Krankheit wird durch Zeckenbisse übertragen und kann beim Menschen eine Hirnhautentzündung zur Folge haben. Nicht selten führt diese Hirnhautentzündung zum Tod. Oftmals verursacht die Krankheit schwere Schäden, die beim Kranken eine schwere Behinderung hinterlassen können.
Egal ob beim Wandern, Zelten, Joggen, Radfahren, Angeln, Schwimmen, Arbeiten im Garten, Picknicken..... Zecken können überall lauern. Sie sitzen auf Gräsern, in Büschen und Sträuchern. Sie lassen sich nicht wie zumeist vermutet, von Bäumen fallen, sondern hängen sich beim Vorübergehen an unsere Kleidung und kriechen dann in Hautfalten.
Krankheiten: Zecken können die Borreliose, eine bakterielle Erkrankung, und die FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine Form der Hirnhautentzündung, übertragen, bzw. auslösen. Beim Blutsaugen übertragen sie die Krankheitserreger. Bereits ein kurzer Stich genügt um infiziert zu werden.
Reaktion: Die Zecke sollte sofort entfernt werden! Greifen Sie die Zecke mit einer Pinzette, (Zeckenpinzetten gibt es in der Apotheke) so nah an der Haut wie möglich und ziehen Sie die Zecke langsam nach oben heraus. Auf keinen Fall mit Leim, Nagellack oder Öl übergiesen!
Mögliche Erkrankung? Borreliose: Um die Bissstelle könnte eine ringförmige Rötung entstehen. FSME: Die Hirnhautentzündung beginnt zumeist wie eine Grippe mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In jedem Fall sollte man bei einem Verdachtsmoment sofort den Arzt kontaktieren.
Schutz: Meiden Sie hohes Gras, Büsche und Unterholz. Verschiedene Sprays geben vorübergehenden Schutz. Suchen Sie sich und Ihre Familie nach einem Ausflug in die Natur immer nach Zecken ab. Die Lieblingsstellen der Zecken sind Hautfalten, z.B.: hinter´m Ohr, in der Kniekehle, unter´m Arm und in den Haaren.
Soll ich mich impfen lassen? Es gibt eine FSME-Impfung. Viele Ärzte und Gesundheitsämter empfehlen diese Impfung zur Vorbeugung, da eine Erkrankung nicht behandelt werden kann und durchaus dramatisch verlaufen kann. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es nicht. Diese Krankheit kann allerdings mit Antiobiotika behandelt werden. Die Impfung wird übrigens in Risikogebieten von der Krankenkasse bezahlt.
Unter www.zecke.de finden Sie ausführliche Informationen zur Gefahr durch Zecken. Hier können Sie auch überprüfen, ob Ihr Ausflugs- oder Urlaubsgebiet in der Zecken-Gefahrenzone liegt.







